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Der Jubiläumsanlass von Swisscontact im Rückblick

Entwicklungszusammenarbeit im Wandel

Swisscontact beging ihren 60. Geburtstag am 16. Mai 2019 mit einer Veranstaltung zum Thema «Entwicklungszusammenarbeit im Wandel». Im Zürcher Lake Side standen die Herausforderungen der Schweizer Entwicklungszusammenarbeit in einer globalisierten Welt im Fokus.

Gut 200 Gäste feierten am 16. Mai 2019 im Zürcher Lake Side das 60-jährige Bestehen von Swisscontact. Die Schweizer Stiftung nahm ihr Jubiläum zum Anlass, über den Wandel der Entwicklungszusammenarbeit und ihre künftigen Ziele zu diskutieren. Damit nahm Swisscontact die aktuelle Debatte über die Ausrichtung der Entwicklungszusammenarbeit auf.

Heinrich M. Lanz, Präsident des Stiftungsrates, eröffnete den Abend und warf einen Blick zurück auf die 60-jährige Geschichte von Swisscontact – eine Geschichte, die von Wandel geprägt ist. Das Ziel von Swisscontact ist aber seit den Anfangsjahren unverändert: Die Stiftung schafft Möglichkeiten für Menschen, sich wirtschaftlich zu entwickeln und der Armut aus eigener Kraft zu entkommen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Der Präsident bekräftigte, dass sich Swisscontact weiterhin auf wechselnde Rahmenbedingungen einstellen werde: «Wir können nur Schritt halten, wenn wir bereit sind, uns stetig zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.»

Transparenz schafft Vertrauen

Auf aktuelle Spannungsfelder der Entwicklungszusammenarbeit ging Samuel Bon, CEO Swisscontact, in seiner Ansprache ein. Er stellte fest, dass den Diskussionen ein Dissens bei den Erwartungen an die Entwicklungszusammenarbeit zugrunde liegt. «Entwicklungszusammenarbeit findet nicht im Vakuum statt. Die Einflüsse und Umstände, unter denen wir arbeiten, sind komplex, deshalb müssen wir einen ehrlichen und offenen Dialog über Erwartungen und Grenzen führen.» Dazu gehöre zum Beispiel auch, über Misserfolge zu reden, ergänzte Michael Hilti, Ehrenpräsident des Verwaltungsrats der Hilti Aktiengesellschaft, in seiner Rede. Im philanthropischen wie im ökonomischen Handeln habe man darüber hinaus auf Qualität zu achten und Mittel wie Menschen zielführend einzusetzen: «Wenn wir etwas erreichen wollen, reicht es nicht, Gutmensch zu sein. Es braucht unternehmerisches Denken.»

Botschaft zur internationalen Zusammenarbeit rege diskutiert

Über Herausforderungen und Synergien in der Entwicklungszusammenarbeit und das aktuelle Thema der Botschaft 2021-2024 für internationale Zusammenarbeit debattierten Dr. Sabin Bieri, Leiterin Bereich Armut und Ungleichheit am Zentrum für Nachhaltige Entwicklung und Umwelt der Universität Bern, Botschafter Manuel Sager, Direktor der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA und Minister Ivo Germann, Head of Operations des Bereiches Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung des Staatssekretariats für Wirtschaft SECO. Am Ende der angeregten Diskussion war man sich einig, dass die Schweizer Entwicklungszusammenarbeit gut aufgestellt ist. Damit dies auch in Zukunft so bleibe, müsse man in der neuen Botschaft aber darauf achten, dass diese nicht zum Spielball politischer Interessen verkomme.

In ihrem Abschlussplädoyer hielt Dr. Anna Crole-Rees, Mitglied des Stiftungsratsausschusses, fest, dass Entwicklungszusammenarbeit dazu beitragen kann, globale Probleme zu lösen. Die Wirksamkeit der Entwicklungsprojekte zu überprüfen, sei dabei sehr wichtig, man solle aber nicht mehr Zeit mit Messen als mit Tun verbringen.

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